Über das Projekt

Wie kam es zu Mekibo?

Im Rahmen der Masterarbeit ist Mekibo im ersten Halbjahr 2018 entstanden. Ein Baukasten für Kommunikationslösungen für landwirtschaftliche Unternehmen im 21. Jahrhundert.

Mekibo ist die greifbare Lösung unterschiedlicher Kommunikationsideen für landwirtschaftliche Unternehmen.

Alle Bausteine sind zur Verwendung für den eigenen Betrieb geeignet und können individuell gestaltet werden. Mekibo ist ein crossmediales Produkt: Enthalten sind analoge, digitale und erlebbare Bausteine. Alle sind greifbar und werden mittels QR-Code in die digitale Welt verknüpft.

Das Erschaffen von professionellen Layouts, besonderen Ideen und hochwertigen Produkten wird so zum Kinderspiel. Die Gestaltungs- und Bestellprozesse sind so strukturiert, dass sie von allen Altersgruppen schnell bedient oder erlernt werden können. Landwirtschaftliche Unternehmen erhalten mit Mekibo eine kompakte und vielseitige Lösung: Sie gestaltet gute Kommunikation einfach und attraktiv.

Hintergrund

In meiner Bachelorarbeit 2015/2016 habe ich für einen regionalen landwirtschaftlichen Betrieb einen neuen Markenauftritt erstellt. Seit dem gehört diese Art von Kunden und Themen in mein Portfolio.

Damals ging es natürlich darum, ein gutes Logo zu gestalten, die Verpackungen ansprechend aussehen zu lassen. Das gelang auch, die Bachelorarbeit wurde nicht nur mit “sehr gut” bewertet, sondern die Gestaltung der Verpackungen auch mit dem German Design Award Special Mention 2017 ausgezeichnet. Eine höhere Prämierung kann es für eine Kommunikationsdesignerin nicht geben.

Knapp 2 Jahre nach meinem Bachelorabschluss stand ich vor der Überlegung, welches Thema mich in meiner Masterarbeit beschäftigen wird. Das Thema von regionalen Betrieben und deren Kommunikation ließ mich nicht los, so konnte ich für einen Betrieb in meiner Bachelorarbeit eine Lösung finden. Warum nicht auch für viele Betriebe? Ich begann zu recherchieren, es gab viele Ansätze im Online-Bereich – übergreifende Lösungen, was nicht nur den Verkauf im Internet, sondern auch die Eigenvermarktung angeht, gab es nicht. Der Fokus lag immer auf Online Shops.

Ja – es gibt große landwirtschaftliche Betriebe, die alles richtig gemacht haben. Nicht nur ein Anbaugebiet, sondern gleich mehrere Anbaugebiete und das sogar überregional. Vereinzelte Online-Shops, mehrere Außenstellen, mobile Verkaufsstände – aber jeder Betrieb macht alles für sich alleine. Das ist auch nicht falsch, denn sie profitieren davon und jeder Betrieb muss sehen, wie er sich vermarktet. Aber was ist denn mit den kleineren?

Die Betriebe, die von ihrem Hofladen und der Direktvermarktung leben müssen. Die Betriebe, die eine Hand voll Mitarbeiter hat und das ist primär die eigene Familie. Solche Betriebe können sich weder eine professionelle Website, noch andere tolle Tools für die Eigenvermarktung und -Präsentation leisten. An Ideen mangelt es nur selten, das Finanzielle stellt die größte Hürde da. Denn auch wir Kommunikationsdesigner, Webleute und Fotografen müssen Geld verdienen.

Die Basis

Die Grundidee war es, landwirtschaftlichen Betrieben einen Medien-/Kommunikationsbaukasten mit verschiedenen Tools zur Verfügung zu stellen. Hier konnten sie in einem echten, greifbaren Baukasten alle Bausteine als Beispielgestaltung sehen, Papier anfassen, Produkte sehen, Materialien erleben, Ideen sammeln und sich entsprechend inspirieren lassen.

Deswegen wurde im Frühjahr 2018 auch ein solcher Kasten gebaut. Die Basis stellte eine 53 Jahre alte Obstkiste, die somit eine zweite Karrierelaufbahn einschlug. Vom Transport von Lebensmitteln zum Transport von guter Kommunikation.

Diese wurde mit vielen Bausteinen, wie Flyern, Kalendern, T-Shirt, Taschen, visualisierten responsive Internetseiten, Ideen für Events, individuelle Produkte, exklusive Produkte und weiteren Bausteinen versehen. Im ersten Test mit dem Obsthof Muth kamen sowohl Idee als auch die Inhalte sehr gut an. Die Bausteine und die Vorstellung dieser ist auch im Bereich “Inhalte” zu finden.

Wir sind nach wie vor überzeugt von der Idee und der Möglichkeit, landwirtschaftlichen Betrieben mit einem solchen Baukasten gute Kommunikation zu ermöglichen. Ob ein echter Baukasten hierfür erforderlich ist, ist fraglich. Zu schnelllebig ist das 21. Jahrhundert, zu unflexibel sind reale Produkte in der digitalen Welt.

Warum weg vom Thema “online Shop”?

Während der Zusammenarbeit mit dem Obsthof Muth, kam oft das Thema des Online Shops ins Gespräch. Hier und da gibt es auch verschiedene Firmen, die genau dieses Thema für landwirtschaftliche Betriebe angehen wollen. Aber es bringt eben niemand wirklich so zu Ende, dass der Prozess für kleine Betriebe handelbar wird. Wieso?

Das Problem stellt hierbei nicht die Möglichkeit, Produkte im Internet verkaufen zu können. Das kann prinzipiell jeder Betrieb machen: Bilder von den Produkten mit einem Preisschild versehen, wie im Hofladen, nur in diesem Fall eben virtuell in einem online Shop. Das Problem stellt die Abwicklung dar: Frische Produkte können von solch kleinen Betrieben nicht Online Angeboten und verschickt werden, zu groß ist die Gefahr von Schäden oder fehlender Frische. Dazu kommt die Menge an Verpackung und Polstermaterial, um die Produkte sicher zu verschicken.

Aber auch bei “fertigen” Produkten, wie Marmelade oder Spirituosen bleibt das Problem: Diese müssen ebenfalls gut gepolstert auf den Weg zum Empfänger gebracht werden.

Neben der Thematik von Verpackungsmaterial kommt der Aufwand dazu. Die Mitarbeiter auf solchen Betrieben sind in die Landwirtschaft und Pflege der Plantagen, die Herstellung, Abfüllung und Etikettierung von Produkten wie Marmelade oder Likör oder eben das Bedienen von Kunden im Hofladen eingebunden. Die Kapazitätsfrage, solche online Bestellungen mit bestehendem Personal abzuwickeln, ist also fragwürdig.

Weitere Kritikpunkte sind außerdem die Versandkosten – trägt diese der Kunde? Wenn der Kunde 5 kg Ware bestellt, trägt er dann die Kosten von 5-10 € an Versand selbst? Und Kosten für das Verpackungsmaterial? Und wie lange ist ein Kunde bereit, auf seine Ware zu warten?

Natürlich könnte das Gegenargument gestellt werden, dass die Kunden zwar online bestellen, aber vor Ort abholen. Ihre Bestellung wird fertig gepackt und muss nur noch abgeholt werden, zu den normalen Öffnungszeiten. Ja, das geht. Aber brauche ich dafür wirklich einen voll eingerichteten Online-Shop mit der ganzen rechtlichen und zahlungstechnischen Abwicklung? Vor allem dann, wenn Kunden einfach eine E-Mail schicken könnten, in der steht, was sie gerne bestellen würden und dann einfach vor Ort abholen und bezahlen?

Wie geht es weiter?

MEKIBO wurde Mitte September 2018 im Abschlusskolloquium präsentiert und im Rahmen der Werkschau der DIPLOMA Hochschule im Oktober 2018 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Seit dem ist viel passiert
Im Dezember 2018 wurde MEKIBO zum German Innovation Award nominiert.

Im Februar 2019 wurden die Bausteine und Aufteilungen geprüft und von vier Bausteinen (analog, digital, verknüpft und erlebbar) auf drei Bausteine (analog, digital und erlebbar) reduziert. Das Konzept wird so übersichtlicher, die Bausteine grenzen sich besser voneinander ab.

Im April 2019 wurde der Online-Auftritt von MEKIBO überarbeitet und erhielt eine einfachere Struktur. Alle Module sind öffentlich einsehbar, der interne Bereich wird erweitert um die Möglichkeit, Daten herunterzuladen und die persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Auch Bilddaten stehen nun zur eigenen Verfügung bereit.

MEKIBO soll nach wie vor Vermarktet werden. Der Vorteil an der neuen Internetseite: Sie ist responsive und kann mit allen Funktionen auf dem Smartphone bedient werden.

Nach wie vor ist der Online-Gestalter (auch in Form einer App) im Gespräch und muss gestaltet und programmiert werden. Somit gibt es noch offene Punkte, aber es geht voran.

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